Mainecho 10.11.2017 | Monika Büdel

Hochgiftiges Dioxin an anderer Stelle

Messungen: Grundstück gehört nicht der Stadt

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Die Bodenprobe die die Umweltinitiative IKU e.V. genommen hat, und dank Spenden auch durch ein dafür zertifiziertes Labor untersuchen lassen konnte, enthielten hochtoxische Dioxine und Furane.

Das Mainecho berichtete darüber (siehe Kasten) und befragte auch den Bürgermeister Dr. Kruck zu dem Fund. Dieser gab gegenüber dem Mainecho an, dass die Fundstelle gar nicht zu dem Gelände gehöre, dass die Stadt Karlstadt gekauft habe.

Dioxinfundstelle innerhalb des Entwicklungskonzepts für den OT Karlburg der Stadt Karlstadt
Dioxinfundstelle eingezeichnet in Variante 1 des Entwicklungskonzepts
für den OT Karlburg der Stadt Karlstadt
Das Entwicklungskonzept wurde in der Mainpost, 22.7.2016, veröffentlicht

Für die IKU e.V. ist dies in mehrfacher Hinsicht mehr als befremdlich:

  1. In der Presse (Mainpost 22.7.2016) wurde ein Entwicklungskonzept für das "Ehrenfels-Gelände" veröffentlicht - die Fundstelle befindet sich eindeutig innerhalb dieses Entwicklungsgebietes (siehe Grafik). Dies ist die einzige öffentlich zugängliche Information zum Umfang des Grundstückskaufs durch die Stadt Karlstadt.

  2. Gegenüber dem Mainecho (10.11.2017) gibt Bürgermeister Dr. Kruck an, dass die Fundstelle nicht zum gekauften Gelände gehöre. Da stellt sich die Frage: Warum ist ein Privatgrundstück im Entwicklungskonzept für das neu erworbene Gelände der Stadt enthalten?

  3. Informationen zum Umfang und den Bedingungen des Kaufs verweigerte Bürgermeister Dr. Kruck bislang mit Verweis auf den "Datenschutz".
    Schon die Mitteilungen die man der Presse zum Kaufdatum entnehmen konnte sind widersprüchlich. (siehe Dioxin in Karlburg: Irreführung )

Uns stellt sich die Frage, was stimmt denn nun?

Die Geheimniskrämerei muss endlich ein Ende haben.Unsere Forderung auf EInsicht der Verkaufsunterlagen halten wir aufrecht. Nach unserer Auffassung wird die Einsicht in die Verkaufsdokumente rechtswidrig verweigert und wir werden die Einsicht notfalls auch gerichtlich erstreiten.

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