In dem sz-Artikel "Teilsieg für Menschen, die der Job krank machte" vom 19. September 2018 (Christina Berndt und Johannes Ludwig) wird auf eine wichtige Verbesserung bei der Anerkennung von Berufskrankheiten, aber auch auf die nach wie vor bestehenden Mängel eingegangen.

Das Merkblatt zu Anerkennung der „Malerkrankheit“ wurde nach vielen Jahren endlich in einem wesentlichen Punkt korrigiert. Die schwerwiegenden gesundheitlichen Schädigungen können auch erst Jahre nach dem beruflichen Kontakt mit den Lacken und Lösungsmitteln auftreten bzw. als solche erkannt werden.Viele Verfahren zur Anerkennung als Berufskrankheit scheiterten bisher an diesem Punkt und müssten neu aufgerollt werden.

Im Jahr 2004 konnten wir nachweisen, dass das 1998 im Auftrag der damaligen Bundesregierung herausgegebene ärztliche Merkblatt zur Berufskrankheit 1317 (toxische Polyneuropathie und Enzephalopathie durch Lösemittel und deren Gemische) am ausschlaggebender Stelle gefälscht war.

Erst seit kurzem verfügen wir über Unterlagen die beweisen, dass das damalige Mitglied des Sachverständigenbeirats Professor Dr. Konietzko , ehemaliger Leiter des arbeitsmedizinischen Institut der Universität Mainz, für die Fälschung des ärztlichen Merkblattes zur BK 1317 verantwortlich ist.

veröffentlicht in TAZ 4.8.2013

 FORDERUNG | Milliardenkosten, die ungestraft auf die Allgemeinheit abgewälzt, Fakten, die verdreht
 werden – wie die Missstände bei der Anerkennung von Berufskrankheiten zu verbessern sind

Vollständiger Artikel als pdf