Aufgrund der massive Rechtsverstöße wurde am 22. Februar unter anderem gegen die Fa. Ehrenfels, deren Geschäftsleiter Dieter Ehrenfels, sowie den Bürgermeister Dr. Kruck eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Würzburg eingereicht.

Den Inhalt der Strafanzeige dokumentieren wir hier: Strafanzeige_22.Feb.2018.pdf

 Bürgermeister verwirft Zukauf des kontaminierten Grundstücks Fl.Nr. 605

Wie die Mainpost am 29.1.2018 berichtete, will die Stadt Karlstadt das nachweislich kontaminierte Grundstück mit der Flurnummer 605, Gemarkung Karlburg, nun doch nicht mehr , auch nicht in Teilen - dazu kaufen. Ein erster Erfolg unserer Bemühungen - bzw. der "Umstände" die wir machten.

Bürgermeister Kruck gegenüber der Mainpost:
„Es ist richtig, dass ursprünglich beabsichtigt war, neben der nunmehr freigegebenen Fläche, Flächennummer 599, eine Teilfläche aus dem Grundstück 605 zu erwerben und zu überplanen. Aufgrund der vorgefundenen Verhältnisse und Umstände besteht daran kein Interesse mehr.“ -Mainpost 29.1.2018

© Main-Post 2018
Das sieht Bürgermeister Kruck anders: „Es ist richtig, dass ursprünglich beabsichtigt war, neben der nunmehr freigegebenen Fläche, Flächennummer 599, eine Teilfläche aus dem Grundstück 605 zu erwerben und zu überplanen. Aufgrund der vorgefundenen Verhältnisse und Umstände besteht daran kein Interesse mehr.“

Quelle: http://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Gesundheitsbehoerden;art772,9875055
© Main-Post 2018
„Es ist richtig, dass ursprünglich beabsichtigt war, neben der nunmehr freigegebenen Fläche, Flächennummer 599, eine Teilfläche aus dem Grundstück 605 zu erwerben und zu überplanen. Aufgrund der vorgefundenen Verhältnisse und Umstände besteht daran kein Interesse mehr.“

Quelle: http://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Gesundheitsbehoerden;art772,9875055
© Main-Post 2018
„Es ist richtig, dass ursprünglich beabsichtigt war, neben der nunmehr freigegebenen Fläche, Flächennummer 599, eine Teilfläche aus dem Grundstück 605 zu erwerben und zu überplanen. Aufgrund der vorgefundenen Verhältnisse und Umstände besteht daran kein Interesse mehr.“

Quelle: http://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Gesundheitsbehoerden;art772,9875055
© Main-Post 2018

Hinweis: Die bekannt gewordene Kontamination konzentrierte sich auf das Gebiet der Flurnummer 605. Dessen Zukauf wurde nun offenbar endlich verworfen.

Weiterer finanzieller Schaden für die Bürger und Steuerzahler ist damit zwar vermieden worden, aber die Gefährdung für die Umwelt besteht nach wie vor.

Weitere Untersuchungen?

Das Landratsamt hat sich nun in die Angelegenheit eingeschaltet. 

Sollten sich bei der Untersuchung der Flächennummer 605 „neue Erkenntnisse auf mögliche Bodenbelastungen der Flächennummer 599 ergeben, wäre dieses Grundstück nochmals im Sinne einer schrittweisen und wiederholenden Altlastenbearbeitung näher zu betrachten“, heißt es im Schreiben des Gesundheitsamts. -Mainpost 29.1.2018

Aus dem Artikel ist leider nicht ersichtlich ob nun tatsächlich neue Untersuchungen veranlasst wurden. Die vom Wasserwirtschaftsamt eingeforderten Grundwasserproben auf dem Gebiet Fl.Nr. 605 stehen immer noch aus.

Wir bleiben dran.


Quelle: Mainpost-Artikel 29.1.2018 - Kleine Lösung beim Ehrenfels-Gelände

 

Kleine Lösung beim Ehrenfels-Gelände

Quelle: http://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Gesundheitsbehoerden;art772,9875055
© Main-Post 2018

Auf Grund unserer Anfragen nach dem Umweltinformationsgesetz liegen uns nun eine Reihe von Gutachten und Stellungnahmen vor - Zeit für eine Zwischenbilanz.

Fest steht - es handelt sich tatsächlich um einen nicht aufgearbeiteten Umweltskandal mit zahlreichen Rechtsverstößen. Es besteht eine konkrete Gefährdung des Grundwassers.

Illegaler Abriss und illegale Entsorgung

Der Abriss der Betriebsgebäude auf dem Ehrenfelsgelände erfolgte, da der Geschäftsführer der Fa. Ehrenfels den Gefahrstoffeinsatz verschwiegen hatte, unter falschen Voraussetzungen – war also illegal.

Nach den gesetzlichen Vorgaben und der hierfür vom bayr. Landesamt für Umweltschutz zu diesem Zwecke veröffentlichte "Arbeitshilfe kontrollierter Rückbau", hätte vor dem Abriss, unter Federführung des zuständigen KVB (Landratsamtes Main-Spessart) eine historische Gefährdungsermittlung mit Beprobung  statt finden müssen. Auf dieser Basis hätte dann ein zertifizierter Gutachter ein Sanierungskonzept (Gefahrstoffbestimmung, fachgerechte Entsorgung und Arbeitsschutz) erstellen müssen.

Fakt ist das ist nicht geschehen.

Beim Abriss wurde hochkontaminiertes Material (belegt sind 8500ng/kg TM PCB aus Messung im Jahr 2000), ohne Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten, ausgebaut und illegal dem Baustoffrecycling zugeführt.

Die erste Inaugenscheinnahme durch einen Gutachter erfolgte erst nach dem Abriss auf einem eingeebneten Gelände.

Dem  Bodengutachter wurden zur Einschätzung des Gefährdungspotentioals wichtige Nutzungsinformationen vorenthalten. Zudem wurde er bezüglich der Nutzung von Gefahrstoffen sogar belogen.

Eine zielgerichtete Untersuchung von Verdachtspunkten war damit nicht möglich und man war auf Zufallsfunde angewiesen. Glücklicherweise gab es diese Zufallsfunde und damit weitere Erkenntnisse zur tatsächlichen Gefahrstoffbelastung mit hochgradig krebserregenden Substanzen.

Tatsächliches Ausmaß unbekannt - konkrete Gefährdungslage

Leider wurden nur Teile des Geländes (Flurnummer 605 - auf der Höhe von Hausnummer 35 und 37) saniert.  Die detaillierte Untersuchung und Sanierung wurde dort - der Stelle mit der höchsten Schadstoffbelastung - abgebrochen. Dies geschah auf Anweisung der Stadt Karlstadt, In der Erde befinden sich deshalb nach wie vor große Mengen an krebserregenden Kohlenwasserstoffverbindungen – darunter auch Dioxine. Das tatsächliches Ausmaß der Kontamination ist immer noch nicht ermittelt.

Teerartiges Material im Erdreich - Quelle ISU-Gutachten zur Teilsanierung Schadstoffbelastung auf FlNr.605
Quelle: Gutachten ISU vom 8.5.2017

Mit dem Abriss im Sommer 2016 verwandelten sich die unter den Gebäuden liegenden ruhenden Altlasten, wegen des nun fehlenden Regenschutzes  zu einer akuten Gefährdung. Der Bereich ist bis heute der Witterung ungeschützt ausgesetzt. Diese notwendige Schutzmaßnahme war im auch im Gutachten mit aller Deutlichkeit genannt. Die vom Wasserwirtschatsamt geforderte Grundwasseruntersuchung für diesen Bereich fehlt ebenfalls immer noch.

Sowohl Dieter Ehrenfels wie auch der Bürgermeister Dr. Kruck, haben hinsichtlich der Gefahrstoffbelastung, nachweislich unwahre Angaben gemacht.

Die zuständigen Behörden kamen bisher weder ihrer Amtsermittlungspflicht, noch Ihrer Verantwortung in Sachen Gefahrenabwehr nach.

Es scheint nun aber Bewegung in die Angelegenheit zu kommen.  Wie das Mainecho am 20.12.2017 berichtet, unternimmt das Landratsamt  Main-Spessart nun Schritte "um notwendige verfahrensrechtliche Schritte einleiten zu können." 

Wir gehen davon aus, das das LRA MSP als tatsächlich zuständige Kreisverwaltungsbehörde  das Verfahren nun an sich gezogen hat, dass alle gesetzlichen Vorschriften beachten werden (z.B: das Grundstück 605 ins Altlastenkataster einträgt) .

In der Öffentlichkeitsarbeit von Bürgermeister Kruck und Geschäftsleiter Ehrenfels wird immer wieder mit Messergebnissen argumentiert, oder sollte man besser sagen "jongliert".

Messungen der Luft viele Jahre nach Ende der Verwendung des Giftes wurden als Beleg dafür herangezogen, dass die nachweislich hochkontaminierte Bodenplatte einwandfrei als Füllmaterial zu verweenden sei (Aussage Gschäftsleiter Ehrenfels).

Aktuell versucht man mit den Ergebnissen der laufenden Grundwassermessungen zu belegen, dass kein Dioxinproblem vorläge.

Die Sache hat nur einen gewaltigen Haken.