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Von Peter Röder - 1.November 2017

Die Firma Ehrenfels GbR in Karlburg verkaufte 2016 ihr, zum Teil seit über 70 Jahren, als Schreinerei-Betriebsgelände genutztes Grundstück in Karlburg an die Stadt Karlstadt. Dort sollen, nach den Vorstellungen des Bürgermeisters Kruck, Einfamilienhäuser für junge Familien und Gärten entstehen.

Lage des kontaminierten Geländes in openstreetmaps
Lage in OpenStreetMap.org
Satellitenbild in googlemaps

Karlburg: Gelände mit Altlasten
Karlburg: Gelände mit Altlasten - Foto IKU e.V.

Es war über Jahrzehnte an die Fa. Ehrenfels Isoliertüren GmbH verpachtet. Auf dem Gelände wurden in der Produktion hochtoxische Stoffe eingesetzt: hochgradig dioxinbelastete Lindan/PCP-haltige Holzschutzmittel, sowie krebserregende Lösemittel (TRI und MEK) Die Initiative kritischer Umweltgeschädigter e.V. (IKU e.V.) hat die Stadt Karlstadt im Januar 2017 darüber informiert, dass das Gelände neben dem Holzschutzmittel Pentachlorphenol und Lindan höchstwahrscheinlich hochgradig mit Dioxinen und Furanen belastet ist. Seitdem entwickelt sich diese Angelegenheit von der Provinzposse über den räumlich begrenzten Umweltskandal zu einer ausgewachsenen Politik/Justiz Affäre.