Vorbemerkung: Aus uns unbekannten Gründen weigerten sich die von uns angefragten Redaktionen unsere wissenschaftlich fundierten Warnhinweise zu veröffentlichen.

Die Jahresproduktion von Epichlorhydrin in Deutschland beläuft sich ca. 270.000 t.

Primär findet die Substanz als Lösungsmittel in Klebstoffen und in der Kunststoff-Herstellung, sowie im modernen Fahrzeug- und Flugzeugbau Anwendung.

Des weiteren dient sie als Wasser-Feststoff bei Zellulose/Papier-Produkten. Epichlorhydrin wird zur Herstellung von Küchentüchern, Teebeutel, Damenbinden und Tampons, und sogar Papierwindeln verwendet.

Aufgrund unserer Rechercheergebnisse sehen wir uns gezwungen, die Öffentlichkeit über die von dieser Chemikalie tatsächlich ausgehenden Gesundheitsgefahren zu informieren.

 Die im Jahre 2011 veröffentlichten Presseberichte über Bisphenol A / Epichlorhydrin Dämpfen im PKW-Neufahrzeugen, und das damit verbundene Allergierisiko, zeigte auf, das sich in Neufahrzeugen relevante Mengen dieser Substanzen auffinden lassen, so man danach sucht.

Das von VW im Jahre 2004 erarbeitete und bis zum Dezember 2014 nicht veränderte Sicherheitsdatenblatt für den im Fahrzeugbau verwendeten zwei Komponenten Epoxidkleber (Bisphenol A/Epichlorhydrin) mit der Materialnummer AMV173010KF, Teilenummer D 173KD2A1 weist als von diesen Klebstoff ausgehenden Gesundheitsgefahren unter Punkt elf (Angaben zur Toxikologie) lediglich „Haut- und Schleimhaut reizend, Augenreizung, starker Tränenfluss kann Flucht verhindern, Sensibilisierung durch Hautkontakt möglich“ aus.

Gemäß den uns vorliegenden Informationen gehen von der Chemikalie Epichlorhydrin erhebliche Gesundheitsgefahren, inklusive Krebsgefahr, aus.

Neben den krebserregenden Eigenschaften wirkt sich der Kontakt zu dieser Chemikalie auf nahezu alle Organe im menschlichen Körper, sowie das Immun- und Nervensystem aus. Des weiteren bewirkt es Veränderungen im Bereich des Genoms, ist fruchtschädigend und wirkt im erheblichen Maße fertilitätsstörend auf dem Mann.

Die von dieser Chemikalie ausgehenden Gesundheitsschäden sind, inklusive der krebserregenden Eigenschaft, in den USA seit mehr als 40 Jahren bekannt.

Die von den Herstellern / industriellen Anwendern oftmals dargestellte Behauptung, dass von der Epichlorhydrin/Bisphenol A Kunstharzverbindung, (Thermoplast= Klebstoff/ Monoplast = Kunststoff) nach Aushärtung des Kunststoffes oder des Kleber zu keiner Schadstoffemission mehr aus dem Produkt kommen kann, ist unter anderem auch bereits durch die Berichterstattung aus dem Jahre 2011 (Bisphenol A/Epichlorhydrin Dämpfe in PKW Neufahrzeugen) als solches widerlegt.

Das Gefahrstoffinformationssytem Chemie der BG (GisChem) warnt:

Achtung! Die Geruchsschwelle von Epichlorhydrin liegt oberhalb des Grenzwertes, d.h. wird der Geruch wahrgenommen, ist der Grenzwert schon überschritten.

Die nach aktuellen Stand der Wissenschaft von dieser Substanz ausgehenden Gefahren sind für uns Anlass die Öffentlichkeit über die von dieser Chemikalie ausgehende Gesundheitsgefährdung zu informieren.

Peter Röder
für den Vorstand  Initiative kritischer Umweltgeschädigter e.V.


 

 US-Krebsforschung stellt bereits 1976 die krebserregende Wirkung fest.

Zitat:

»The International Agency for Research on Cancer (IARC) has evaluated the data on this chemical and has concluded that it causes cancer. See fARC Monographs on the Evaluation of Carcinogenic Risk of Chemicals to Man, Volume 11, 1976, and Volume 18, 1978.«

Quelle: https://www.cdc.gov/niosh/docs/81-123/pdfs/0254.pdf

weitere Literaturquellen:
Epichlorhydrin in Babywindeln: